Cosima und Sigmund Schuster beleuchten bei Vortrag in Birstein geistig-seelische Perspektive //von Andrea Hennecke

Birstein. Cosima und Sigmund Schuster aus Birstein,  Eltern von sechs Kindern,  stellten sich dem Thema, dass es immer mehr junge Menschen zwischen 30 und 40 Jahren gibt, bei denen sich der Kinderwunsch nicht erfüllt. Der kostenlose Informations- und Gesprächsabend fand jetzt im NaturKraftMarkt in Birstein statt.

Im Vordergrund standen nicht allgemein medizinische Ansätze,  sondern die Betrachtung aus geistig-seelischer Perspektive. Hierzu berichteten Schusters von eigenen Erlebnissen und konnten so deutlich machen, dass der Körper nicht nur als seelenlose Maschine anzusehen ist. Es sei schwierig,  Nachwuschs zu bekommen, wenn die jahrelange innere Einstellung zuvor genau das Gegenteil gewesen sei, unterstrichen die Referenten. “Da ist es nicht verwunderlich, dass je nach Veranlagung des Körpers diese Botschaft intensiv festsitzt”, machte Schuster deutlich.

Wie über Bewusstwerdung oder Veränderung der Lebensweise festsitzende, empfängnishemmende Botschaften aufgelöst werden können, wurde besprochen und mit Beispielen untermauert. Ein Teil des Abends war auch der Tatsache gewidmet, dass sich durch gesellschaftliche Veränderungen auch die Erziehungsinhalte ändern mussten.   Entgegen früherer Gewohnheiten müsse die Botschaft, wie wertvoll und wichtig es sei, Mutter oder Vater zu werden, einen größeren Raum einnehmen. Nicht nur ein guter Beruf und eine optimale Ausbildung sollten im Fokus stehen. “Ausbildung und Beruf können auch später nachgeholt werden, Elternschaft in zunehmenden Fällen sehr zum Leidwesen der Betroffenen nicht mehr.” Dass Umweltgifte, Elektrosmog, Luftverunreinigung und Hormonbelastung in der Nahrung viel zur Minderung der Fruchtbarkeit bei Mann und Frau beitragen, werde immer mehr erkannt und spreche auch für eine Schwangerschaft in jungen Jahren, “wo die Körper noch unbelastet und gesund sind”, führte Schuster weiter aus. Auch ein weiterer Aspekt, der heute im Familien- und Freundeskreis üblichen Verheimlichung von Befruchtungsproblemen und welche Vorteile  es bietet, aus der Anonymität herauszutreten, wurde besprochen. Ferner diskutierte man die Bereiche Sexualität, Elternschaft und Geschlechterrolle sowie den Schlafplatz als wichtige Säule.

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